Wie die EU Erneuerbare Energien fördert
Erneuerbare Energien zu nutzen, ist Ausdruck und Auftrag der umweltpolitischen, sozialen und nachhaltigen Verantwortung der gegenwärtigen und folgender Generationen. Die EU fördert dies bereits seit 2001 für ihre Mitgliedsstaaten, was auch noch beispielsweise 2010 und darüber hinaus unter anderem für Deutschland konkrete Formen annimmt.
Ziel der EU-Richtlinie für erneuerbare Energien
Dass erneuerbare Energien gefördert werden, ist als EU-Richtlinie bereits seit dem 27.09.2001 festgelegt. Dort ist als Ziel formuliert, bis zum Jahre 2010 den Anteil erneuerbarer Energien im EU-Bereich auf mindestens 12 Prozent Gesamtanteil zu erhöhen (aus damaliger Sicht war dies eine Verdoppelung). Als Ziel für die Stromgewinnung wurde in dieser Richtlinie ein anvisierter Gesamtanteil in Höhe von 22 Prozent aus erneuerbaren Energien für 2010 anvisiert (im Vergleich: 1997 betrug dieser Anteil 13,9 Prozent). Während diese Ziele seinerzeit auf die Stromerzeugung gerichtet formuliert wurden, werden aktuell auch andere Bereiche gefördert.
Beispiele für Projektrealisierungen in Deutschland
Für 2010 / 2011 sind dies rund 180 Projekte, die von der EU-Kommission in allen Mitgliedsstaaten gefördert werden und ein Gesamtvolumen von 530 Millionen Euro umfassen. Die Förderungsmittel belaufen sich hier auf 244 Millionen Euro. Etwa gilt dies für das sogenannte “LIFE+”-Programm: In diesem Rahmen wurden in Deutschland zwei Projekte im Sinne der alternativen Energieerzeugung mit einem Gesamtbetrag von rund 6 Millionen Euro gefördert – konkret handelt es sich um die Produktion von Biokohle sowie die Planung und Entwicklung eines dezentralisierten und integrierten Energieerzeugungs- und Abwasserentsorgungssystems in Hamburg. Erneuerbare Energien zu fördern, heißt auch, direkte Forschungsprojekte einzubeziehen. In Deutschland konnte das Projekt “Alternative Biomass 4 Energy” in Karlsruhe profitieren. Hier erforscht man neue Ansätze für die Umwandlung von Bioabfall und Aufschlussprodukten von Biogasanlagen in Biokohle. Ebenso untersucht man die möglichen Auswirungen auf Anbausysteme und Pflanzenwachstum. Ziel ist es, ein Pilotprojekt für Biokohle (in der Herstellung aus unterschiedlichen Quellen) zu präsentieren. Ein weiteres Beispiel ist das Projekt “Hamburg Water Cycle”. Die Hamburger Stadtentwässerung machte sich zum Ziel, die wirtschaftliche, ökologische und technische Machbarkeit eines Systems zu präsentieren, welches altbewährte mit innovativen Technologien verbindet.
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